Neuer G-e-c-k-o-s Cache (Tradi): Keiner weiss warum

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Ein keiner Tradi zu einer Ruine in Fürth am Berg. Der Aufstieg ist zwar etwas steil, aber dort oben ist schon ein schöner Platz. Überreste der Burg sind auch noch zu sehen.

Keiner weiß warum

Hier mal ein paar Infos dazu. Der Turm existiert leider nicht mehr.

Überblick über die Geschichte der Burg:

Für die erstmals 1348 erwähnte Burg sind weder die Gründe für ihre Errichtung noch der Bauherr bekannt. Die Burg ist auf einer älteren, den Bergsporn bedeckenden Abschnittsbefestigung, die als Ungarnrefugium anzusehen ist, errichtet. Die politische und wirtschaftliche Situation nach 1348 wurde maßgeblich durch das Öffnungsrecht der Pflege Coburg, das im Jahr 1359 zur Hälfte an den hohenzollerischen Burggrafen von Nürnberg fiel, und durch die fortwährende Verpfändung durch die jeweiligen Bamberger Bischöfe bestimmt.

Nach 1455 wurde die Burg als Schloss bezeichnet.

1489 ist auf dem Burgareal archivalisch eine Waldglashütte belegt. Diese wurde um 1900 im Rahmen eines Forschungsprojekts untersucht.

Die im Bauernkrieg (1525) grundlegend zerstörte Burg ist in Fronarbeit, wohl als Strafe und Wiedergutmachung, bis 1528 wieder errichtet worden.

Während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) wurde die Burg weder von einer Krieg führenden Partei noch von marodierenden Truppen oder Plünderern geschädigt, was wahrscheinlich die mittlerweile politische und wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit widerspiegelt. Sprengung der Burg 1960

Im Jahr 1680 wurden Amts- und Wohnsitz des Amtmannes mit der Errichtung eines Amtshauses in Fürth am Berg ins Tal verlegt. Mit dieser Verlegung, direkt an die alte Straße, die von der Obermainfurche her kam und über die südthüringischen Bergbaureviere nach Nord-Deutschland führte, verlor die Burg jegliche Bedeutung und wurde etwa bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts als Wohnsitz erhalten. Nach ihrer Aufgabe nutzten die umliegenden Gemeinden die Burg zur Gewinnung von billigem Bau-material.

1960 wurde der letzte noch aufragende Rest der Ringmauer aus Sicherheitsgründen gesprengt.

Zwischen 1964 und 1967 versuchte der Fürther Ingenieur Richard Gerlicher die Burg als Kulturgut zu sichern und mit Hilfe von Grabungen ihren Stellenwert zu verbessern.

1980 wurde die Ruine aufgrund der Bemühungen Fürther Bürger als Baudenkmal unter Schutz gestellt. Foto der Burgruine um 1950

Der Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit der Universität Bamberg führte in der Zeit von 1991 bis 1996 mit Unterstützung der Stadt Neustadt, gefördert vom Arbeitsamt, der Forstdirektion Coburg, dem Landesamt für Denkmalpflege sowie dem Färderkreis Fürther Burg e.V. und den Bürgern von Fürth am Berg, archäologische Untersuchungen durch.

1950
1960

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