Sicherheit geht vor …..

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Leider ist wieder mal etwas passiert. Diesmal ist ein Geocacher bei einem Klettercache abgestürzt. Scheinbar war es ein Sturz aus 12m. Dabei hat er sich wohl mehrere Wirbel gebrochen. Auf jeden Fall wünschen wir schon mal auf diesem Weg gute Besserung.

Shorty I — Der letzte der Ents

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,,Geo-Kletterer“ stürzt vom Baum
Hanau (pm/uril.

In einem Waldstück im Bereich Wilheimsbad ist am Mittwoch ein 26-Jähriger aus Gerbrunn von einem Baum gestürzt. Der junge Mann hatte nach dem Absturz über Handy den Notruf gewählt und von seinem Missgeschick herichtet. Durch den Aufprall war er nicht mehr in der Lage sich zu bewegen, zudem konnte er nicht genau sagen, wo er sich be-
findet. Der Poiizeibeamte am Notruf erfragte Detail für Detail die Umgebung des Unfallorts und konnte die suchenden Rettungskräfte schließlich auf den richtigen Weg führen. Zwischen Maintaler Straße und Stadion Wilhelmshad lag der Gerbrunner unter dem Baum. Wie er angab, ist er „Geo-Kletterer“ und hatte eine kleine Übung vorgenommen, ehe er abrutschte. Mit inneren Verletzungen, die aber nicht lebensgefährlich sind, wurde der 26-Jährige ins Klinikum Hanau gebracht.

Ob es sich bei diesem „Fall“ um Selbstüberschätzung handelt sei mal dahin gestellt. Scheinbar war er aber alleine unterwegs und somit fehlte ihm der Sicherungspartner oder die richtige Ausrüstung. Seine Strickleiter scheint immer noch am Baum zu hängen. Ob die das geeignete Equipment für diesen Cache war ist mehr als fraglich.

Deswegen sollten solche Aktionen wirklich nur von denjenigen ausgeführt werden, wenn sie dies auch beherrschen und alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Noch dazu sollten solche Sachen besser nie alleine gemacht werden.
Natürlich kann jedem was passieren, egal ob man an alles denkt, aber trotzdem sollte man das Risiko soweit herunterschrauben, wie es nur geht.

Auch bei unseren „Klettercaches“ heißt das Motto – „Finger weg, wer nicht genau weiß was er tut!“.
Man muss nicht jeden Cache machen. Sicherheit geht vor, selbst wenn es leicht aussieht. Ich selbst habe Caches auch schon abgebrochen, da ein Fehler bei der Bergung eben nicht unbedingt glimpflich ausgegangen wäre.

Selbstüberschätzung wird wohl meist der größte Fehler sein 🙁

Nochmal auf diesem Wege …… gute Besserung.

…… und hier ist er Dominik1507 höchstpersönlich ….. er kann es anscheinend nicht lassen 🙂

11 Antworten auf „Sicherheit geht vor …..“

  1. Tja, grob fahrlässig da alleine rauf zuklettern, also unten keinen Partner zu haben. Noch dazu schien ja die Ausrüstung auch nicht passend gewesen zu sein.

    Hätte weitaus schlimmer ausgehen können.

    Dennoch gute Besserung.

  2. Selbst mit inneren Verletzungen noch die eigentliche Idenität verschleiert – Respekt! Aber wieso konnte er seinen Standort nicht angeben? Da schien wohl das GPS davongeflogen zu sein.

  3. Hi,
    danke für die Genesungswünsche! Soweit bin ich auch schon wieder einigermassen auf den Beinen, aber die Wirbel brauchen halt ein bisschen um komplett zu heilen.
    Auf meine ausführliche Schilderung im Geoclub wurde ja bereits verwiesen.
    Was in so einem Fall wohl leider unvermeidlich ist, ist, dass Beurteilungen aufgrund nicht umfassender Kenntnis der Faktenlage vorgenommen werden. Ich bin nach der allseits bekannten Methode am fixierten Seil mit Prusikschlingen und Steigklemme auf den Baum gestiegen. Dieses Verfahren ist per se nicht auf einen zusätzlichen Sicherungspartner angewiesen, und auch nicht ungewöhnlich risikoreich. Ein Sicherungspartner hätte den Sturz (der beim Umhängen der Sicherung nahe am Cache geschah) auch nicht verhindern können. Dass das freiwillige sekundenweise Aushängen der Selbstsicherung aus Zeitersparnis höchst leichtsinnig und ein Fehler war, bleibt unbenommen. Auch, dass im Falle einer Bewusstlosigkeit eine Begleitperson hilfreich hätte sein *können*. Die angesprochene Strickleiter ist nur 1m lang, und diente mitnichten als Aufstiegsleiter, sondern als Tritthilfe um auf einen der unteren äste zu kommen (Ihr kennt das Verfahren sicher).

    Viele Grüsse,
    Dominik

  4. Ach, glatt vergessen: Meinen Standort hätte ich natürlich der Rettungsleitstelle gerne per GPS – Koordinaten übermittelt, aber trotz Polsterung durch meinen vom Winterspeck gefüllten Bauch war das ETREX am Unfallort seinen inneren Verletzungen erlegen…

  5. So, und um der ganzen Sache doch noch was heiteres und positives abzugewinnen, habe ich bei meinem Aufenthalt im Krankenhaus Offenbach auch gleich einen kleinen Absturz-Andenken-Cache gelegt:
    „Freier Fall“ GC13Y4Y

  6. Du scheinst echt nicht genug zu bekommen. Wie kann man nach Wirbelbrüchen auf die Idee kommen gleich einen Cache zu legen. 🙂

    Ja, die ersten Infos waren ziemlich lückenhaft, deshalb hat man wirklich den Eindruck gehabt, du hast es irgendwie mit einer Strickleiter versucht.

    Du könntest ja mal ein Foto von deinem Korsett schicken, siehst wahrscheinlich aus wie Robocop 😉

    Echt schön, dass es nochmal glimpflich ausgegangen ist.

  7. @Dominik: Schön, dass Du Deinen Humor nicht verloren hast. Man soll ja nach einem Reitunfall auch gleich wieder aufs Pferd 😉 Nicht dass hier noch jemand eine GC-Phobie bekommt *lol*.

  8. Hat auch sonst einige praktische Eigenschaften: Ich habe schon überlegt, Carbonplatten vorne und hinten dranzumontieren und es dann in „jägergefährdeten“ Gebieten zum Nachtcachen zu tragen…

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