Wir bitten um Ihre Hilfe Teil 2

Hier findet ihr die Bilder die wohl nur als Spoiler durchgehen würden, aber eben der richtig interessante Teil des Cache ist. Hat echt Spaß gemacht und erwartet haben wir sowas schon gar nicht. Nur diese Umweltsäue… 🙁

… und hier ein making of Bericht von Philipp (pl24.de)

Making of Wir bitten um Ihre Hilfe
oder mit Glück zur perfekten Location

Making of Wir bitten um Ihre Hilfe

„Wahnsinn! Eine geniale Lokation!
Ich bin schon ewig auf der Suche nach so etwas.“
Das schrieb ich bei einem anderen Cache im Herbst. Mit ‚Wir bitten um Ihre Hilfe‘ wurde diese Örtlichkeit endlich gefunden. Aber eigentlich war das so gar nicht geplant.

Als ich bei Recherchen zum Armesberg auf den Schlossberg und auf die Ruine bei Waldeck stoß, fuhren wir dort hin, um ein Panoramabild zu machen. Damals war Winter und es lag noch einiges an Schnee, so dass keine Wege und erst recht keine Keller erkennbar waren. Aber schon allein wegen der Aussicht war klar, dort musste ein Cache hin. Erst recht, als wir den Tunnel entdeckten und uns von der Außenseite her hinauf stemmten. Ein paar Koordinaten wurden noch genommen und die Stationen geplant. Eine auf dem Westgipfel, die andere auf dem Ostgipfel und das Finale im Tunnel. Perfekt.

Die weiteren Planungen daheim ließen Befürchtungen aufkommen, dass der Tunnel für das Finale zu klein ist. Also sollte das Finale irgendwo südlich des Berges sein und eine erste Station in der Nähe des Parkplatzes. Die Geschichte mit den Gelddieben stand schon so in etwa fest, auch wenn am Anfang noch zwei Leichen mitspielten ;-).

Am Gründonnerstag sollte dann der Cache versteckt werden. Also ein paar Filmdöschen und die Cachebox eingepackt und vom Navi nach Waldeck lotsen lassen. Und das war unser Glück, denn es nahm den kürzesten Weg. Und auf diesem Weg erblickte ich am Seitenrand ein Loch im Wald, mein Bruder daraufhin ein zweites weiter oben.

Das erste Loch war ziemlich eng, da der Eingang schon mit Sand halb zu geschüttet war. Aus dem Inneren war ein stetiges Tropfen zu hören. Es stand alles unter Wasser und das Loch war leider ziemlich zugemüllt. Also erstmal das Brüderchen vorausgeschickt. Er kam aber leider nicht weit, deshalb kämpfte ich mich ins Innere, zum Glück ohne nasse Füße. Hier musste auf jeden Fall die erste Station hin, für das Finale bot sich keine Versteckmöglichkeit.

Weiter zum nächsten Loch. Sehr schön, ein weiterer Keller in dem man aufrecht gehen kann. Wir gingen immer tiefer in den Berg, bis wir im letzten Raum auf herabgefallene Mauerreste stießen. Ja, hier kommt die zweite Station hin.

Weiter ging es nach oben auf die Ruine. Sie sollte ja eigentlich die Hauptrolle in dem Cache spielen. Auf dem Weg wurden wir freundlich von einem Eichhörnchen begrüßt.
Zunächst wollten wir uns aber nach einer finalen Lokation umschauen. Sie sollte ja auf der anderen Seite des Berges sein. Dort fanden wir ein paar Felsen und Mauerreste vor. Na gut, da könnte man notfalls was verstecken. Vielleicht gibt es ja in dem Wald ’ne Wurzel oder sowas. Also nahmen wir den Pfad in den dichten Wald – und siehe da, noch ein Keller. Soviel Glück muss man erstmal haben.
Am Eingang liegt sogar noch etwas alter Schnee. Lampen an und rein. Das Teil ist ja riesig. Es geht ziemlich weit runter, nach rechts zweigt ein weiterer Gang ab, dessen Raum am Ende mit Wasser gefällt ist. Noch tiefer zweigen zwei weitere Gänge ab, die auch im Wasser enden.
Die Luft in diesem Keller ist leider ziemlich schlecht, und so mache ich mich erstmal wieder auf den Weg nach draußen, wo Basti schon die Koordinaten nimmt. Das perfekte Ende eines Caches war scheinbar gefunden. Die Dose konnte ich unten unter ein paar Steinen verstecken. Zwar nicht perfekt und auffällig, aber das sollte reichen. Neben dem Versteckt fand ich einen alten Verbandskasten, hoffentlich hat den noch keiner da unten gebraucht. Die Eingangskonstruktion sieht ja auch nicht mehr so stabil aus. Und auch als wir zum nochmaligen Koordinaten bestimmen auf dem Keller stehen, macht der Boden keinen stabilen Eindruck.
Auf dem Weg nach außen entdecken wir einen weiteren Kellereingang. Die Enge lässt vielleicht auf einen Lüftungsschacht schließen. Per Hint muss also klar gemacht werden, um welchen Keller es sich handelt, nicht das jemand noch den falschen Eingang nimmt. Der ganze Berg scheint ja durchlöchert zu sein.

Der Rest des Versteckens war dann nicht mehr sonderlich spannend, da wir die Verstecke jetzt ja schon kannten. Da wir aber nur noch vier Filmdosen hatten, wurde die eine Station auf der Ruine weggelassen.

Dummerweise waren wir über den Fund des letzten Kellers im Wald so überrascht, dass wir den besseren weiter rechts gar nicht entdeckten. Erst in den Logs wurden wir darauf aufmerksam gemacht. Der Keller war viel besser ausgebaut, nicht ganz so unhygienisch und sogar mit einer Treppe versehen. Viele Gänge zweigen in ihm ab. Eine bessere Versteckmöglichkeit bot er auch. Und so hat der Cache schließlich noch ein ordentliches Finale bekommen.

Die besten Locations findet man also nicht unbedingt bei Recherchen in Büchern oder im Internet, sondern eher ganz zufällig.

Philipp von pl24.de

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